Eine Kette aus dem Nachlass. Ein Ring vom Flohmarkt. Ohrringe, die seit Jahren in der Schublade liegen. Der Goldpreis bewegt sich nahe am Allzeithoch — und plötzlich fragt man sich: Ist das überhaupt echtes Gold?
Genau das ist die Frage, die uns täglich erreicht. Und die Antwort ist nicht immer einfach. Wir zeigen Ihnen, welche Hinweise Sie selbst zu Hause prüfen können — und warum am Ende nur eine professionelle Analyse wirkliche Sicherheit gibt.
Geprüft vom Goldbrief-Ankaufsteam | Stand: April 2026
Das Wichtigste — für alle, die es eilig haben
- Ein Stempel ist kein Beweis — und kein Stempel kein Urteil. Sehr alte und besonders filigrane Stücke haben oft keinen Stempel. Fälschungen können welche haben. Der Stempel ist ein Hinweis, nicht mehr.
- Fünf Tests zu Hause — einer davon beschädigt Ihr Stück. Magnet, Essig, Haut, Wasser und Keramik: Was jeder Test wirklich aussagt — und wo seine Grenze liegt — lesen Sie in den Abschnitten 2 bis 6.
- Der häufigste Fehler beim Test mit dem Magneten: Den falschen Magneten benutzen. Ein Kühlschrankmagnet reicht nicht. Warum — und was stattdessen — in Abschnitt 2.
- Sicher wissen Sie es nur mit einem Gerät — der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA). Die ist bei Goldbrief kostenlos. Kein Wenn, kein Aber.
1. Den Stempel lesen — der erste Blick zählt
Der verlässlichste Hinweis auf echtes Gold ist der eingestempelte Feingehalt — eine dreistellige Zahl, die angibt, wie viele von 1.000 Teilen des Schmuckstücks aus reinem Gold bestehen. In Deutschland und ganz Europa ist diese Angabe für Goldschmuck gesetzlich geregelt.
Die gebräuchlichsten Stempel im Überblick:
| Stempel | Karat | Goldanteil | Typisch für |
|---|---|---|---|
| 333 | 8 Karat | 33,3 % | Älterer Schmuck, Erbstücke |
| 585 | 14 Karat | 58,5 % | Beliebteste Legierung in Deutschland |
| 750 | 18 Karat | 75,0 % | Hochwertiger Schmuck, Verlobungsringe |
| 999 | 24 Karat | 99,9 % | Anlage-Gold, Barren, Münzen |
Wo Sie den Stempel finden:
- Ringe: Auf der Innenseite der Schiene
- Ketten und Armbänder: Am Verschluss oder direkt daneben
- Ohrringe: Am Stecker, der Öse oder dem Clip
- Anhänger: An der Öse oder auf der Rückseite
Die Zahlen sind oft nur wenige Millimeter groß — das Kamerazoom des Smartphones oder eine einfache Lupe helfen. Einen Stempel zu finden ist erfreulich, aber kein Freifahrtschein: Fälschungen können Stempel tragen. Und das Fehlen eines Stempels bedeutet nicht automatisch, dass das Stück kein Gold ist — mehr dazu in Abschnitt 10.
2. Der Test mit dem Magneten
Reines Gold ist nicht magnetisch. Das bedeutet: Ein Magnet wird davon weder angezogen, noch haftet er daran. Dieses Verhalten teilt Gold mit Silber, Platin und den meisten anderen Edelmetallen — aber nicht mit Eisen, Nickel oder Stahl.
So führen Sie den Test durch: Halten Sie einen starken Magneten an Ihr Schmuckstück. Wird das Stück angezogen oder bleibt der Magnet haften, ist Eisen oder Stahl im Spiel — und damit kein reines Gold. Am besten eignet sich dafür ein sogenannter Neodym-Magnet, den es für wenige Euro im Baumarkt gibt und der deutlich kräftiger ist als ein normaler Haushaltsmagnet.
Was der Test kann — und was nicht: Reagiert das Stück nicht auf den Magneten, ist das ein gutes Zeichen. Es schließt aber viele Fälschungen nicht aus: Messing, Kupfer oder vergoldete Stücke ohne Eisenanteil sind ebenfalls nicht magnetisch. Der Test mit dem Magneten ist ein nützlicher erster Schritt — kein abschließendes Urteil.
3. Der Keramiktest
Gut vorab zu wissen: Dieser Test hinterlässt einen minimalen Abrieb auf der Oberfläche Ihres Schmuckstücks. Bei feinen oder alten Stücken kann das wertmindernd wirken — unter Umständen deutlich. Wir empfehlen ihn daher nur für Stücke, bei denen ein kleiner Abrieb an einer unauffälligen Stelle vertretbar ist.
Anwendung: Man reibt das Schmuckstück über eine unglasierte Keramikfläche. Hinterlässt es einen goldenen Strich, spricht das für echtes Gold. Hinterlässt es einen schwarzen oder grauen Strich, ist das Stück wahrscheinlich keine echte Goldlegierung.
Was ist unglasiertes Keramik — und wo finde ich es? Unglasierte Keramik ist rau und matt, sie glänzt nicht und ist leicht saugfähig. Ein feuchter Finger haftet leicht daran. Im Haushalt findet sich unglasierte Keramik am häufigsten an der Unterseite eines Blumentopfs aus Ton — dort ist die Fläche in der Regel roh belassen. Auch die Rückseite einfacher Fliesen ist oft unglasiert. Im Fachhandel für Schmuck gibt es dafür einen speziellen Prüfstein, eine kleine Schiefertafel, die genau für diesen Zweck hergestellt wird.
4. Der Test mit Essig
Echtes Gold reagiert nicht auf milde Säuren — das ist eine seiner besonderen chemischen Eigenschaften. Dieses Verhalten lässt sich mit einem einfachen Haushaltsprodukt prüfen: weißem Essig oder Apfelessig.
So geht es:
- Reinigen Sie das Schmuckstück gründlich und trocknen Sie es ab.
- Geben Sie einige Tropfen weißen Essig auf eine unauffällige Stelle.
- Lassen Sie den Essig etwa 15 Minuten einwirken.
- Beobachten Sie die behandelte Stelle — während dieser Zeit und direkt danach.
Ergebnis: Echtes Gold verändert sich nicht — weder in der Farbe noch im Glanz. Stücke aus unedlen Metallen oder Legierungen mit niedrigem Goldanteil können sich verfärben, anlaufen oder grünliche Stellen entwickeln.
Eine wichtige Einschränkung: Dieser Test prüft ausschließlich die Oberfläche. Ist ein Stück vergoldet — also nur außen mit einer dünnen Goldschicht überzogen — zeigt der Essig keine Reaktion, solange diese Schicht noch intakt ist. Dasselbe gilt für 333er Gold: Auch hier ist die Oberfläche Gold, und der Test fällt positiv aus, obwohl nur ein Drittel des Stücks tatsächlich aus Gold besteht. Der Test mit Essig ist also kein Beweis für Echtheit — sondern nur ein Hinweis, dass die Oberfläche keine unedlen Metalle zeigt.
5. Der Wassertest nach Archimedes
Gut vorab zu wissen: Dieser Test ist kein einfacher Alltagstest — er funktioniert, aber nur mit dem richtigen Werkzeug. Wer kein schmales Messgefäß mit einer feinen Milliliter-Skala zur Hand hat, wird kein verwertbares Ergebnis erzielen. Ein normales Trinkglas, ein breiter Messbecher oder eine Kaffeetasse scheiden von vornherein aus. Wer bereit ist, sich ein Reagenzglas aus der Apotheke zu besorgen, kann diesen Test sinnvoll anwenden — alle anderen überspringen diesen Abschnitt getrost und schicken ihr Stück direkt ein.
Das Prinzip geht auf das Archimedes Prinzip zurück: Ein ins Wasser getauchter Körper verdrängt exakt das Wasservolumen, das seinem eigenen Volumen entspricht. Aus Gewicht und verdrängtem Volumen lässt sich die Dichte berechnen — und die Dichte verrät das Material. Die Dichte von reinem Gold beträgt 19,32 Gramm pro Kubikzentimeter, die von 585er Gold liegt zwischen 13,02 und 13,64. Andere Metalle weichen deutlich davon ab.
Was Sie dafür brauchen: Eine elektronische Feinwaage und ein schmales Reagenzglas mit einer feinen Milliliter-Skala — beides zusammen ist die Voraussetzung. Das Reagenzglas gibt es in jeder Apotheke.
Ein konkretes Beispiel: Sie haben einen Goldring, der 4 Gramm wiegt. Sie hängen ihn an einem dünnen Faden ins Wasser des Reagenzglases — die Milliliter-Skala zeigt: der Wasserstand steigt von 30,0 auf 30,3 Milliliter. Das verdrängte Volumen beträgt also 0,3 Milliliter, was 0,3 Kubikzentimeter entspricht. Sie rechnen: 4 Gramm ÷ 0,3 Kubikzentimeter = 13,3 Gramm pro Kubikzentimeter. Ein Blick in die Tabelle unten zeigt: 585er Gold liegt bei 13,02 bis 13,64 — das passt. Das ist ein gutes Zeichen.
Warum das Gefäß so entscheidend ist: In einem normalen Trinkglas wäre derselbe Anstieg von 0,3 Milliliter mit bloßem Auge nicht zu erkennen — er entspräche dort weniger als einem Zehntel Millimeter. Je enger das Gefäß, desto sichtbarer der Anstieg auf der Skala. Genau das sehen Sie im Bild: Die feine Unterteilung in 30,0 / 30,1 / 30,2 / 30,3 macht den Unterschied ablesbar — in einem breiten Glas wäre das schlicht unmöglich.

| Feingehalt | Karat | Dichte (g/cm³) |
|---|---|---|
| 999 | 24 Karat | 19,32 |
| 750 | 18 Karat | 14,96 – 15,45 |
| 585 | 14 Karat | 13,02 – 13,64 |
| 333 | 8 Karat | 10,87 – 11,58 |
Ehrliche Einschätzung: Der Test klingt einfach — und das Prinzip stimmt. In der Praxis scheitert er aber oft an der Messgenauigkeit: Ein Ring mit 0,3 Milliliter Wasserverdrängung lässt sich im Haushalt kaum exakt ablesen. Luftblasen am Stück, Hohlräume bei Ketten und unregelmäßige Oberflächen verfälschen das Ergebnis zusätzlich. Für massive, glatte Stücke funktioniert er gut. Für den typischen Schmuck aus dem Alltag ist er für Laien schwer zuverlässig durchzuführen.
6. Die Reaktion auf der Haut
Echtes Gold hinterlässt keine Verfärbung auf der Haut. Wer einen Ring oder ein Armband über mehrere Stunden trägt und danach grüne oder schwarze Stellen auf der Haut entdeckt, hat es mit Kupfer zu tun: Kupfer reagiert mit dem Schweiß und bildet Verbindungen, die diese typischen Verfärbungen erzeugen.
Bei 333er Gold — das bis zu 55 % Kupfer enthalten kann — ist das ein bekanntes Phänomen. Bei 585er Gold kommt es seltener vor. Bei 750er Gold ist der Kupferanteil so gering, dass Verfärbungen im normalen Alltag so gut wie ausgeschlossen sind.
Dieser „Test“ braucht keine Vorbereitung — er passiert einfach beim Tragen. Wer nach einem langen Tag grüne Spuren unter dem Schmuck findet, hat damit einen deutlichen Hinweis. Wer keine Verfärbung bemerkt, hat keinen Beweis für Echtheit — vergoldete Stücke mit intakter Oberfläche können ebenfalls keine Spur hinterlassen.
7. Was Profis machen — und warum es einen Unterschied macht
Alle Tests zu Hause haben dasselbe grundsätzliche Problem: Sie können helfen, eine Fälschung auszuschließen — aber Echtheit beweisen können sie nicht. Der Grund ist einfach: Viele Materialien teilen einzelne Eigenschaften mit echtem Gold. Messing ist nicht magnetisch. Vergoldetes Silber besteht den Test mit Essig. Wolfram hat eine ähnliche Dichte wie Gold. Kein einzelner Test zu Hause schließt alle Möglichkeiten aus.
Professionelle Ankäufer und Scheideanstalten arbeiten deshalb mit anderen Methoden — drei davon sind heute Standard:
Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) ist der Standard in der Branche. Ein Spektrometer beschießt das Schmuckstück mit Röntgenstrahlung — das Material reflektiert dabei charakteristische Strahlung, aus der sich die genaue Zusammensetzung ablesen lässt. Das Gerät liefert nicht nur das Ergebnis „Gold ja oder nein“, sondern den exakten Feingehalt in Promille — also ob es sich um 333, 585, 750 oder eine andere Legierung handelt. Der Test ist zerstörungsfrei und dauert wenige Sekunden.
Die Ultraschallanalyse misst, wie schnell Schallwellen das Material durchlaufen. Gold hat dabei eine Schallgeschwindigkeit von etwa 3.200 bis 3.400 Metern pro Sekunde — andere Metalle weichen davon ab. Diese Methode erkennt auch Fälschungen mit einem Kern aus Wolfram, das eine ähnliche Dichte wie Gold hat, sich in der Schallgeschwindigkeit aber deutlich unterscheidet.
Der Säuretest — auch Strichprobe genannt — ist die ältere Methode, die viele Juweliere bis heute einsetzen. Dabei reibt man das Schmuckstück auf einem speziellen Prüfstein und träufelt eine der Feinheit entsprechende Prüfsäure auf den Abrieb. Bleibt der Strich erhalten, spricht das für echtes Gold. Wir beschreiben diesen Test hier der Vollständigkeit halber — für zu Hause empfehlen wir ihn nicht. Prüfsäuren sind ätzend, die Qualität günstiger Sets aus dem Handel ist oft unzuverlässig, und der Test prüft ausschließlich die Oberfläche.
Bei Goldbrief wird jedes eingesandte Stück mit der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) geprüft — kostenlos und ohne Kaufverpflichtung. Sie erhalten ein konkretes Ergebnis und können danach in Ruhe entscheiden.
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8. Sind medizinische Ohrringe echt Gold?
Die Bezeichnung „medizinische Ohrringe“ ist kein gesetzlich geschützter Begriff — und keine Garantie für echtes Gold. Sie beschreibt die Hautverträglichkeit des Materials, nicht den Goldgehalt.
Als medizinisch vermarktete Ohrringe bestehen häufig aus einem der folgenden Materialien:
- Chirurgenstahl (auch: 316L) — sehr gut hautverträglich, aber kein Gold
- Titan — ebenfalls kein Gold, besonders geeignet für empfindliche Haut
- Echtes Gold (585 oder 750) — tatsächlich vorhanden, wenn ein entsprechender Stempel aufgebracht ist
- Vergoldeter Stahl oder vergoldetes Messing — eine hauchdünne Goldschicht auf einem anderen Metall, oft als „medizinisch vergoldet“ beworben
Die einzige verlässliche Auskunft gibt der Stempel: Steht dort 585 oder 750, handelt es sich um echtes Gold. Steht dort „gold plated“, „vergoldet“ oder ein anderer Hinweis auf eine Beschichtung, ist kein echter Goldgehalt vorhanden. Fehlt der Stempel ganz — was bei sehr kleinen Ohrringen aus Platzmangel durchaus vorkommt — ist eine professionelle Prüfung der einzige Weg zur sicheren Antwort.
9. Vergoldet oder echtes Gold — wie erkenne ich den Unterschied?
Das ist eine der häufigsten Fallen: Vergoldeter Schmuck sieht aus wie Gold — weil er außen Gold ist. Nur eben nicht durch und durch. Frisch aus der Verpackung sind die beiden kaum zu unterscheiden. Mit der Zeit jedoch verrät sich die Vergoldung — wenn man weiß, wo man hinschauen muss.
| Eigenschaft | Vergoldet | Echtes Gold |
|---|---|---|
| Goldschicht | Hauchdünn an der Oberfläche | Durch das gesamte Stück |
| Stempel | „GP“, „GF“, „gold plated“, „vergoldet“ | 333, 585, 750 oder Karat-Angabe |
| Kanten und Reibungsstellen | Goldfarbe reibt sich mit der Zeit ab | Gleichmäßige Goldfarbe, auch nach Jahren |
| Verfärbung auf der Haut | Möglich, sobald Grundmetall durchscheint | Bei 585 und 750 im Alltag nicht |
| Materialwert | Vernachlässigbar | Real und messbar |
Der sicherste Hinweis zu Hause: Schauen Sie sich Kanten, Verschlüsse und stark beanspruchte Stellen unter einer Lupe genau an. Bei vergoldetem Schmuck ist dort die Goldschicht mit der Zeit oft abgerieben — darunter kommt das Grundmetall in einer anderen Farbe zum Vorschein. Bei echtem Gold bleibt die Farbe gleichmäßig.
10. Mein Schmuck hat keinen Stempel — ist er trotzdem echt?
Möglicherweise ja. Ein fehlender Stempel bedeutet nicht automatisch, dass ein Stück kein Gold enthält. Dafür kann es mehrere Gründe geben:
- Sehr filigraner Schmuck hat physisch keinen Platz für eine Punzierung — zu kleine Ösen, zu dünne Drähte, zu zierliche Stecker.
- Sehr alter Schmuck aus der Zeit vor der gesetzlichen Stempelpflicht kann ohne Punzierung sein und trotzdem echtes Gold enthalten.
- Schmuck aus anderen Ländern — zum Beispiel aus Teilen Asiens oder dem Nahen Osten — verwendet manchmal andere Kennzeichnungen oder verzichtet ganz darauf.
- Abgenutzter Stempel: Bei altem Schmuck kann der ursprüngliche Stempel durch Polieren oder normalen Verschleiß unlesbar geworden sein.
Und umgekehrt: Ein vorhandener Stempel ist kein absoluter Beweis. Fälschungen können mit falschen Stempeln versehen sein — in der Praxis bei Schmuck selten, weil der Aufwand den Nutzen kaum übersteigt. Aber möglich.
Wenn Sie bei einem Stück ohne Stempel wissen möchten, was wirklich drin ist: Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) gibt Auskunft — unabhängig davon, ob ein Stempel vorhanden ist oder nicht. Das Material selbst ist das Prüfstück, nicht der Aufdruck.
→ Jetzt kostenlos bei Goldbrief einschicken und prüfen lassen
11. Häufig gestellte Fragen
Ist meine Kette echt Gold?
Das lässt sich mit Sicherheit nur durch eine professionelle Analyse feststellen. Als ersten Hinweis: Suchen Sie am Verschluss oder direkt daneben nach einem Stempel — 333, 585 oder 750. Ist keiner vorhanden, können Sie den Test mit dem Magneten und den Test mit Essig als erste Anhaltspunkte nutzen. Eine sichere Aussage gibt nur die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA).
Ist mein Ring echt Gold?
Schauen Sie auf der Innenseite der Schiene nach einem eingestempelten Feingehalt. Steht dort 333, 585, 750 oder eine Karat-Angabe wie 14K oder 18K, handelt es sich um echtes Gold — sofern der Stempel korrekt ist. Ergänzend: Haftet ein Magnet am Ring, ist er kein reines Gold.
Sind medizinische Ohrringe echt Gold?
Nicht zwingend. Die Bezeichnung „medizinisch“ beschreibt die Hautverträglichkeit, nicht den Goldgehalt. Viele als medizinisch vermarktete Ohrringe bestehen aus Chirurgenstahl oder Titan — beide hautverträglich, aber kein Gold. Prüfen Sie den Stempel: 585 oder 750 steht für echtes Gold. Fehlt der Stempel — was bei sehr kleinen Ohrringen vorkommt — ist eine professionelle Prüfung notwendig.
Wie erkenne ich echt Gold Ohrringe?
Suchen Sie am Stecker, an der Öse oder am Clip nach einem Stempel. Bei sehr kleinen Stücken hilft eine Lupe oder das Kamerazoom. Echte Goldohrringe tragen in Deutschland üblicherweise die Angabe 333, 585 oder 750. Fehlt der Stempel, kann das am begrenzten Platz liegen — sicher bestimmen lässt sich der Goldgehalt dann nur durch eine Analyse.
Ist vergoldeter Schmuck echt Gold?
Nein. Vergoldeter Schmuck hat nur eine hauchdünne Goldschicht an der Oberfläche — der Kern besteht aus einem anderen Metall, meistens Messing oder Stahl. Den Unterschied erkennen Sie am Stempel: „GP“ oder „gold plated“ steht für Vergoldung. Echtes Gold trägt eine dreistellige Feingehalts-Angabe.
Ist Gold magnetisch?
Reines Gold ist nicht magnetisch — es wird von einem Magneten weder angezogen noch abgestoßen. Haftet ein Magnet an Ihrem Schmuckstück, deutet das auf Eisen oder Stahl hin. Für diesen Test eignet sich am besten ein starker Neodym-Magnet aus dem Baumarkt — er ist deutlich kräftiger als ein normaler Haushaltsmagnet und gibt zuverlässigere Ergebnisse.
Woran erkenne ich echtes Gold ohne Stempel?
Ohne Stempel sind die Möglichkeiten zu Hause begrenzt. Der Test mit dem Magneten schließt Stücke mit Eisenanteil aus. Der Test mit Essig gibt einen weiteren Hinweis auf die Oberfläche. Eine sichere Aussage ist ohne Stempel aber nur durch eine professionelle Analyse möglich — die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) bestimmt den Goldgehalt direkt im Material, ganz unabhängig vom Stempel.
Was kostet es, Gold auf Echtheit prüfen zu lassen?
Bei Goldbrief ist die Prüfung kostenlos. Sie schicken Ihr Stück ein — sicher und versichert — erhalten ein Ergebnis auf Basis der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) und können dann in Ruhe entscheiden, ob Sie verkaufen möchten. Keine Verpflichtung, keine versteckten Kosten.
Kann ich Gold selbst auf Echtheit testen?
Mit Einschränkungen ja. Der Test mit dem Magneten, der Test mit Essig und der Blick auf den Stempel sind zu Hause durchführbar und geben erste Hinweise. Sie ersetzen aber keine professionelle Analyse — denn viele Materialien teilen einzelne Eigenschaften mit echtem Gold. Wer Sicherheit will, kommt an der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) nicht vorbei.
Gold kostenlos auf Echtheit prüfen lassen
Sie sind sich nicht sicher? Schicken Sie Ihr Stück einfach ein. Goldbrief prüft jeden eingesandten Artikel kostenlos mit der Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) — dem Goldstandard für die Bestimmung des Feingehalts. Sie erhalten ein klares Ergebnis und entscheiden danach selbst, ob Sie verkaufen möchten.