Sie halten ein Schmuckstück in der Hand, drehen und wenden es — und da ist dieser Stempel: 333. Egal ob es sich hierbei um ein Erbstück handelt, vielleicht beim Entrümpeln gefunden wurde oder aber schon jahrelang in der Schatulle lag.
Die Frage ist immer dieselbe: Hat es ein Wert bzw. was bekomme ich dafür?
Beides beantworten wir hier: Für was was 333 Gold steht, was es wert ist — und ob sich ein Verkauf lohnt.
TL;DR – Das Wichtigste in Kürze
- 333 Gold ist echtes Gold – mit einem puren Goldanteil von 33,3 %
- 333 Gold kann sich verfärben – das liegt meist am hohen Kupferanteil
- 333 Gold verkaufen lohnt sich trotzdem – auch dieses Gold hat einen echten Ankaufswert
1. Was ist mein 333 Gold wert?
Der Wert von 333 Gold berechnet sich nach einer simplen Formel: Gewicht × 0,333 × aktueller Goldpreis pro Gramm Feingold. Was das heute konkret bedeutet, zeigt der Rechner weiter unten — der Goldpreis ändert sich täglich, deshalb verzichten wir hier auf Euro-Angaben.
Was sich nicht ändert: Pro Gramm 333 Gold stecken immer 0,333 Gramm reines Feingold drin. Das ist die Konstante.
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2. Wie schwer ist mein Schmuck? Orientierung ohne Waage
Nicht jeder hat eine Feinwaage griffbereit. Dabei lässt sich der ungefähre Goldgehalt auch ohne Waage abschätzen — wenn man weiß, was typische Schmuckstücke wiegen:
| Schmuckstück | Typisches Gewicht | Enthaltenes Feingold |
|---|---|---|
| Damenring (schmal) | 1,5 – 3 g | 0,5 – 1,0 g |
| Damenring (normal) | 2,5 – 4 g | 0,8 – 1,3 g |
| Herrenring | 4 – 8 g | 1,3 – 2,7 g |
| Goldkette (fein, 45 cm) | 2 – 5 g | 0,7 – 1,7 g |
| Goldkette (stärker) | 5 – 15 g | 1,7 – 5,0 g |
| Creolen (Paar) | 1 – 4 g | 0,3 – 1,3 g |
| Goldarmband | 5 – 15 g | 1,7 – 5,0 g |
Was das aktuell in Euro bedeutet — dafür gibt es den Rechner. Der Goldpreis ändert sich täglich, die Gramm-Angaben nicht.
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3. Ist 333 Gold überhaupt echtes Gold?
Ja — und das ist keine Frage der Interpretation. 333 Gold enthält 33,3 % reines Gold, messbar und gesetzlich geregelt. Es ist kein vergoldetes Messing, kein Fake, kein Schmuck zweiter Klasse. Es ist massives Gold — mit dem geringsten Anteil, der in Deutschland noch den Namen „Gold“ tragen darf.
Das Missverständnis kommt daher, dass in anderen Ländern die Untergrenze höher liegt. In der Schweiz, Frankreich oder den Niederlanden gilt 375 (9 Karat) als Minimum. In Deutschland aber ist 333 eindeutig anerkanntes Gold.
Schnelltest zuhause — der Magnettest: Echtes Gold ist nicht magnetisch. Halten Sie einen Magneten ans Schmuckstück. Haftet er, stimmt etwas nicht. Haftet er nicht, ist das ein gutes Zeichen — aber kein Beweis. Für eine sichere Aussage braucht es eine professionelle Analyse, wie wir sie bei Goldbrief kostenlos durchführen.
4. Was bedeutet der Stempel 333?
Die Zahl ist der sogenannte Feingehalt in Promille. Von 1.000 Teilen des Schmuckstücks bestehen 333 Teile aus reinem Gold — also 33,3 %. International ist dafür auch die Bezeichnung 8 Karat gebräuchlich. Beides meint dasselbe.
Zum Einordnen, wo 333 in der Gesamtskala steht:
| Legierung | Goldanteil | Karat | Typische Verwendung | Wert |
|---|---|---|---|---|
| 333 | 33,3 % | 8K | Älterer Schmuck, Erbstücke | Niedrig |
| 375 | 37,5 % | 9K | Schmuck (vor allem UK) | Gering |
| 585 | 58,5 % | 14K | Beliebteste Legierung DE | Mittel-Hoch |
| 750 | 75,0 % | 18K | Hochwertiger Schmuck | Hoch |
| 999 | 99,9 % | 24K | Anlage-Gold, Barren, Münzen | Höchster |
Den Stempel finden Sie bei Ringen innen auf der Schiene, bei Ketten und Armbändern am Verschluss, bei Ohrringen am Stecker. Manchmal braucht man eine Lupe — die Zahlen sind oft nur wenige Millimeter groß.
5. Woraus besteht 333 Gold?
33,3 % ist Gold. Die restlichen 66,7 % sind andere Metalle — und genau die bestimmen, wie sich der Schmuck im Alltag verhält:
| Metall | Anteil (typisch) | Wirkung auf den Schmuck |
|---|---|---|
| Gold | 33,3 % | Wert, Farbe, Korrosionsschutz |
| Kupfer | ca. 40–55 % | Härte, rötlicher Farbton — und Verfärbungsrisiko |
| Silber | ca. 10–25 % | Aufhellung, gelblicher Ton |
| Zink / andere | Spuren | Verarbeitungseigenschaften |
Der hohe Kupferanteil macht 333 Gold tatsächlich härter als 585 oder 750 — was für stark beanspruchte Teile wie Verschlüsse kein Nachteil ist. Beim Tragen auf der Haut aber reagiert Kupfer mit Umgebungseinflüssen. Dazu gleich mehr.
6. Warum verfärbt sich 333 Gold?
Der Schuldige ist immer Kupfer — aber nicht immer auf dieselbe Weise, und nicht immer gleich schnell.
Kupfer reagiert mit Schwefelwasserstoff in der Luft zu Kupfersulfid — das sind die dunklen, manchmal schwärzlichen Ablagerungen auf dem Schmuck selbst. Gleichzeitig greifen Milchsäure und Fettsäuren im Schweiß das Kupfer direkt an. Das Ergebnis auf der Haut: der bekannte Grünstich — chemisch Kupferacetat. Kein Gesundheitsrisiko, lässt sich einfach abwaschen.
Bei 585 oder 750 Gold passiert das kaum, weil der Kupferanteil dort deutlich geringer ist. Bei 333 ist er dominierend — und deshalb sichtbar.
Die konkreten Alltagssituationen, die den Prozess beschleunigen:
Schwimmbad ist der schlimmste Fall. Chlor reagiert mit Kupfer besonders aggressiv — nach einem einzigen Besuch können sich deutliche Verfärbungen zeigen. 333 Gold hat im Pool nichts verloren.
Sport und Schwitzen ist die häufigste Ursache im Alltag. Schweiß enthält Salze, Säuren und Schwefelverbindungen — alles was Kupfer angreift. Wer 333 Gold beim Sport trägt, beschleunigt den Prozess erheblich.
Parfüm und Deos werden unterschätzt. Der Alkohol löst Schutzschichten, viele Duftstoffe enthalten Schwefelverbindungen. Reihenfolge also immer: erst Parfüm auftragen, dann Schmuck anlegen.
Küche — und das überrascht die meisten: Zwiebeln und Knoblauch setzen beim Schneiden Schwefelverbindungen frei. Wer viel kocht und dabei Schmuck trägt, merkt das über Zeit.
333 Gelbgold vs. 333 Roségold — wer verfärbt sich schneller?
Roségold. Und das wissen die wenigsten.
Der Grund steckt in der Zusammensetzung: 333 Gelbgold enthält typischerweise ca. 33 % Gold, 40–45 % Kupfer und 20–25 % Silber. 333 Roségold dagegen hat noch mehr Kupfer — bis zu 55–60 % — weil genau der hohe Kupferanteil den rosafarbenen Ton erzeugt. Silber fehlt weitgehend.
Mehr Kupfer bedeutet mehr Reaktionsfläche. 333 Roségold verfärbt sich im Alltag deshalb spürbar schneller als 333 Gelbgold. Wer ein 333 Roségold-Armband hat, das sich schnell verfärbt — das ist kein Produktionsfehler, das ist Chemie.
7. 333 vs. 585 Gold – der direkte Vergleich
Die meistgestellte Frage rund um 333 Gold. Hier die sachliche Gegenüberstellung:
| Eigenschaft | 333 Gold (8K) | 585 Gold (14K) |
|---|---|---|
| Goldanteil | 33,3 % | 58,5 % |
| Farbe | Blasser, leicht rötlich | Satt, warm, eindeutig golden |
| Härte | Höher (mehr Kupfer) | Gut ausbalanciert |
| Verfärbungsrisiko | Höher | Gering |
| Feingold pro Gramm | 0,333 g | 0,585 g |
| Typisch für | Ältere Erbstücke, Schmuck aus den 50er–80er Jahren | Eheringe, Alltagsschmuck, aktueller Standard DE |
Der Unterschied im Ankaufswert ist real — aber das bedeutet nicht, dass 333 Gold nichts wert ist. Was konkret in Ihrem Stück steckt, zeigt der Rechner.
8. Warum suchen gerade so viele nach 333 Gold?
Das Interesse an 333 Gold ist laut Google Trends seit Jahren konstant gestiegen — und hat gerade seinen bisherigen Höchststand erreicht. Das ist kein Zufall.
Wenn der Goldpreis Rekorde bricht, denken die Menschen an das Gold das zuhause liegt. Schmuck der seit Jahren in der Schatulle vergessen war, landet plötzlich auf der Küchenwaage. Das erklärt den Trend — und erklärt auch, warum gerade jetzt ein guter Moment ist, den Wert des eigenen Schmucks zu kennen.
Geografisch besonders aktiv: Saarland, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg führen die regionalen Suchanfragen an. 333 Gold ist in Deutschland flächendeckend ein Thema — von Nord bis Süd.
9. Warum gibt es kaum noch neues 333 Gold?
In modernen Juweliergeschäften findet man 333 Gold kaum noch — nicht weil es verboten wäre, sondern weil der Markt sich zu 585 als Standard verschoben hat. Bessere Optik, geringeres Verfärbungsrisiko, und „14 Karat“ klingt im Verkauf attraktiver als „8 Karat“.
Wer heute 333 Gold in der Hand hält, hat deshalb fast immer ein älteres Stück — Schmuck aus den 1950er bis 1980er Jahren, Erbstücke, Familienschmuck. Das erklärt die Punze, erklärt manchmal auch das Design — und ändert nichts am Goldgehalt. Der ist bis heute derselbe.
10. 333 Gold verkaufen – so funktioniert es
Wer 333 Gold verkaufen möchte, muss sich um eines keine Sorgen machen: Es findet sich ein Abnehmer. Gold ist Gold — unabhängig vom Feingehalt.
Ein paar Überlegungen vorher:
- Tragen Sie es noch? Wenn ja, kein Handlungsbedarf.
- Liegt es ungenutzt rum? Dann ist Verkaufen die vernünftige Option — der Wert liegt sonst einfach brach.
- Hat es emotionalen Wert? Dann sollte der über dem Materialwert stehen. Das ist völlig legitim.
- Mehrere kleine Stücke? Zusammen einsenden — das lohnt sich mehr als einzeln.
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11. Häufig gestellte Fragen zu 333 Gold
Ist 333 Gold wirklich echtes Gold?
Ja. 333 Gold enthält 33,3 % reines Gold und ist in Deutschland gesetzlich als Goldlegierung anerkannt. Es ist kein vergoldetes Material, sondern massives Gold — mit dem geringsten Anteil, der noch den Namen „Gold“ tragen darf.
Wie erkenne ich 333 Gold?
Durch den eingestempelten Feingehalt auf dem Schmuckstück. Bei Ringen auf der Innenseite der Schiene, bei Ketten und Armbändern am Verschluss, bei Ohrringen am Stecker oder der Öse. Die Punze lautet entweder 333 oder 8K.
Was bekomme ich für 1 Gramm 333 Gold?
Pro Gramm 333 Gold sind 0,333 g reines Feingold enthalten. Was das aktuell in Euro bedeutet, hängt vom Tagespreis ab — den genauen Ankaufspreis berechnen Sie mit dem Goldrechner bei Goldbrief.
Warum verfärbt sich 333 Gold?
Wegen des hohen Kupferanteils (ca. 40–55 %). Kupfer reagiert mit Schwefelverbindungen in der Luft zu Kupfersulfid, mit Schweiß zu Kupferacetat — dem Grünstich auf der Haut. Kein Gesundheitsrisiko, kein Zeichen für Fälschung. 333 Roségold verfärbt sich dabei schneller als 333 Gelbgold, weil der Kupferanteil noch höher ist.
Was ist besser — 333 oder 585 Gold?
Im Hinblick auf Farbintensität, Verfärbungsresistenz und Ankaufswert liegt 585 klar vorn. 333 ist dafür härter — was für mechanisch beanspruchte Teile wie Verschlüsse ein Vorteil sein kann. Wer heute neu kauft, greift zu 585. Wer 333 hat, hat trotzdem echten Wert in der Hand.
Warum gibt es kaum noch neues 333 Gold?
Weil 585 zum Marktstandard geworden ist. 333 findet sich heute fast ausschließlich in älteren Schmuckstücken aus den 1950er bis 1980er Jahren oder als Erbstück. Das ändert nichts am Goldgehalt — der ist derselbe wie damals.
Ist 333 Gold magnetisch?
Nein. Echtes Gold ist nicht magnetisch. Wenn ein Magnet an Ihrem Schmuckstück haftet, deutet das auf unedlere Beimischungen oder eine Fälschung hin. Für eine sichere Bestimmung braucht es eine professionelle Analyse — die bei Goldbrief kostenlos und unverbindlich ist.
Kann ich mehrere 333-Goldstücke zusammen verkaufen?
Ja, und das ist sogar empfehlenswert. Mehrere kleine Stücke gemeinsam einsenden und als Gesamtgewicht bewerten lassen. Der Aufwand ist derselbe — der Ertrag entsprechend höher.