Goldpreis KW 6/2026 – Starke Woche mit Plus von 5,7 %
Der Goldpreis legte in der ersten Februarwoche kräftig zu. Von Montag bis Freitag stieg der Preis um 7,21 USD – ein Plus von 5,7 Prozent. Hauptgründe waren die anhaltenden Goldkäufe der chinesischen Zentralbank, schwache Arbeitsmarktdaten aus den USA und ein Dollar, der unter Druck geriet.
TL;DR – Die Woche in Zahlen
- Wochenhoch: 138,28 USD/g (Mittwoch, 04.02.)
- Wochentief: 124,96 USD/g (Montag, 02.02.)
- Schlusskurs Freitag: 134,27 USD/g
- Wochenveränderung: +7,21 USD (+5,7 %)
- Wichtigstes Ereignis: China kauft zum 15. Mal in Folge Gold; Europäische Zentralbank (EZB) und Bank of England halten Zinsen stabil
Die Preisentwicklung im Detail
Die Handelswoche startete verhalten, entwickelte sich dann aber zu einer der bewegtesten Wochen der vergangenen Monate. Nach schwachem Wochenauftakt bei 127,06 USD schoss Gold am Dienstag stark nach oben, bevor es zur Wochenmitte wieder abgab.
| Tag | Datum | Schlusskurs | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Montag | 02.02.2026 | 127,06 USD/g | — |
| Dienstag | 03.02.2026 | 135,65 USD/g | +6,8 % |
| Mittwoch | 04.02.2026 | 134,11 USD/g | -1,1 % |
| Donnerstag | 05.02.2026 | 132,24 USD/g | -1,4 % |
| Freitag | 06.02.2026 | 134,27 USD/g | +1,5 % |
Montag, 02.02. – 127,06 USD/g (Schlusskurs)
Der Wochenstart verlief ruhig. Gold eröffnete bei 125,52 USD und fiel im Tagesverlauf auf ein Wochentief von 124,96 USD. Zum Handelsschluss erholte sich der Preis auf 127,06 USD. Viele Anleger hatten nach der Korrektur Ende Januar Gewinne mitgenommen und warteten auf neue Impulse.
Wichtige Wirtschaftsdaten gab es am Montag kaum. Ein US-Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel etwas besser aus als erwartet, was den Dollar zunächst stärkte und Gold leicht belastete.
Dienstag, 03.02. – 135,65 USD/g (+6,8 %)
Ein explosiver Tag! Gold sprang von 134,35 USD auf ein Tageshoch von 135,70 USD – ein Anstieg um fast 9 USD binnen 24 Stunden.
Auslöser war eine Nachricht aus China: Chinesische Behörden hatten Banken und Investoren empfohlen, weniger amerikanische Staatsanleihen zu halten. Das schwächte den US-Dollar deutlich und trieb Gold nach oben. Zusätzlich meldete die chinesische Zentralbank, dass sie zum 15. Mal in Folge Gold gekauft hatte – ein Zeichen, dass große Länder ihre Währungsreserven umschichten und weniger vom Dollar abhängig sein wollen.
Die australische Zentralbank ließ ihren Leitzins am Vormittag unverändert bei 3,85 Prozent, wie erwartet. Doch die Nachrichten aus China dominierten den Handelstag.
Mittwoch, 04.02. – 134,11 USD/g (-1,1 %)
Nach der Rally vom Vortag kam es zu einer Korrektur. Gold eröffnete bei 138,19 USD, erreichte sogar das Wochenhoch von 138,28 USD, fiel dann aber zurück. Viele Anleger nahmen Gewinne mit. Der Schlusskurs lag bei 134,11 USD.
Die Wirtschaftsdaten waren gemischt: Die vorläufige Inflationsrate in der Eurozone lag mit 2,2 Prozent leicht unter den Erwartungen von 2,3 Prozent. Das stärkte die Hoffnung auf künftige Zinssenkungen der EZB. Aus den USA kamen schwache Arbeitsmarktdaten: Es wurden nur 22.000 neue Jobs geschaffen – Experten hatten 46.000 erwartet. Der US-Arbeitsmarkt kühlt sich ab.
Donnerstag, 05.02. – 132,24 USD/g (-1,4 %)
Gold gab weiter nach. Von 134,06 USD Eröffnung rutschte der Preis bis auf 130,86 USD, bevor er sich zum Handelsschluss bei 132,24 USD stabilisierte.
Der Donnerstag war geprägt von Zentralbank-Entscheidungen: Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ ihren Leitzins wie erwartet bei 2,15 Prozent unverändert. EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutete in ihrer Pressekonferenz an, dass Zinssenkungen möglich seien, falls die Inflation weiter sinke.
Auch die Bank of England hielt ihren Zinssatz stabil bei 3,75 Prozent. Beide Entscheidungen waren erwartet worden und bewegten Gold kaum. Am Nachmittag kamen die wöchentlichen US-Arbeitslosenzahlen: 231.000 neue Anträge, deutlich mehr als die erwarteten 212.000. Ein schwacher Arbeitsmarkt ist normalerweise gut für Gold, doch der Preis gab trotzdem leicht nach – vermutlich weil Anleger nach den starken Vortagen verkauften.
Freitag, 06.02. – 134,27 USD/g (+1,5 %)
Zum Wochenschluss erholte sich Gold wieder. Nach Eröffnung bei 131,99 USD stieg der Preis auf 135,01 USD und schloss bei 134,27 USD.
In Kanada wurden 24.800 Jobs abgebaut – Experten hatten mit 5.200 neuen Stellen gerechnet. Auch aus den USA kamen gemischte Signale: Eine Umfrage zur Konsumentenstimmung verbesserte sich leicht, während die Inflationserwartungen auf 3,5 Prozent sanken (zuvor: 4,0 Prozent).
Die Kombination aus schwachem Arbeitsmarkt und sinkender Inflation stärkte die Hoffnung, dass die US-Notenbank (Federal Reserve) im Jahresverlauf die Zinsen senken könnte. Das ist gut für Gold, da das Edelmetall keine Zinsen abwirft. Bei niedrigeren Zinsen wird Gold als Anlage attraktiver.
Wochenhoch und Wochentief – Was steckt dahinter?
Wochenhoch: 138,28 USD/g am Mittwoch
Das Wochenhoch wurde am Mittwochvormittag erreicht, nachdem Gold bereits am Dienstag stark gestiegen war. Die Nachrichten aus China wirkten nach: China hatte empfohlen, weniger amerikanische Staatsanleihen zu halten, und gleichzeitig weiter Gold gekauft. Der US-Dollar schwächelte, was Gold zusätzlich stützte.
Gold durchbrach kurzzeitig die 138-USD-Marke, konnte sich dort aber nicht halten. Viele Anleger verkauften, um Gewinne mitzunehmen.
Wochentief: 124,96 USD/g am Montag
Das Wochentief wurde direkt zum Wochenstart markiert. Gold hatte Ende Januar stark korrigiert, nachdem es zuvor auf über 139 USD gestiegen war. Zu Wochenbeginn verkauften weiterhin viele Anleger.
Die Schwäche hielt aber nicht lange an: Bereits am Dienstag drehte die Stimmung, als die Nachrichten aus China bekannt wurden. Das Tief bei knapp 125 USD erwies sich im Nachhinein als günstige Kaufgelegenheit.
China als Preistreiber – Zentralbanken kaufen weiter
Eine der wichtigsten Stützen für den Goldpreis bleibt die Nachfrage großer Zentralbanken. China meldete in der vergangenen Woche, dass die chinesische Zentralbank im 15. Monat in Folge Gold gekauft hat. Diese kontinuierlichen Käufe zeigen, dass große Länder ihre Währungsreserven umschichten und weniger vom US-Dollar abhängig sein wollen.
Nicht nur China kauft: Auch Russland, Indien und kleinere Länder bauen ihre Goldbestände systematisch aus. Diese Käufe erfolgen unabhängig vom aktuellen Preis – die Zentralbanken kaufen Gold, egal ob es gerade teuer oder günstig ist. Das gibt dem Goldpreis einen stabilen Boden.
Die Empfehlung chinesischer Behörden, amerikanische Staatsanleihen zu reduzieren, verstärkte den Effekt zusätzlich. Ein schwächerer Dollar macht Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger und treibt die Nachfrage.
Schwache Arbeitsmarktdaten stärken Zinssenkungshoffnungen
Ein weiterer Grund für steigende Goldpreise waren Spekulationen über Zinssenkungen der US-Notenbank. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den USA zeigten eine Abschwächung am Arbeitsmarkt: Es wurden nur 22.000 neue Jobs geschaffen (erwartet: 46.000), die wöchentlichen Arbeitslosenmeldungen stiegen auf 231.000 (erwartet: 212.000), und in Kanada gingen sogar 24.800 Jobs verloren.
Gleichzeitig sanken die Inflationserwartungen in den USA auf 3,5 Prozent – den niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Das gibt der US-Notenbank Spielraum für Zinssenkungen im Jahresverlauf.
Historisch profitiert Gold von sinkenden Zinsen. Der Grund: Gold wirft keine Zinsen ab. Wenn Anleihen niedrigere Zinsen zahlen, wird Gold als Anlage attraktiver. Außerdem schwächt eine lockere Geldpolitik meist den Dollar – und da Gold in Dollar gehandelt wird, macht das Gold für internationale Käufer günstiger.
Fazit: Bewegte Woche, Aufwärtstrend intakt
Die Woche zeigte eindrucksvoll, wie schnell sich die Stimmung am Goldmarkt ändern kann. Nach schwachem Start folgte ein explosiver Anstieg, dann eine Korrektur, und zum Wochenschluss wieder Erholung. Unter dem Strich stand ein Plus von 5,7 Prozent – eine starke Wochenperformance.
Die grundlegenden Treiber bleiben intakt: Zentralbanken kaufen weiter, die US-Notenbank könnte die Zinsen senken, und der Dollar steht unter Druck. Kurzfristig dürfte Gold weiter schwanken, doch der langfristige Aufwärtstrend scheint ungebrochen.
Quelle: Deutsche Börse (XETRA-GOLD), Forex Factory Economic Calendar, Google News
Stand: 07.02.2026, 18:00 Uhr
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Stand: Februar 2026
Disclaimer: Dies ist keine Anlageberatung. Goldbrief fasst lediglich die Ereignisse der Woche zusammen. Der genannte Marktpreis ist nicht der Ankaufspreis. Goldankäufer zahlen weniger, da sie Verarbeitung, Versand und Marge einkalkulieren müssen. Preise in USD.